Archive for the 'stadtgeflüster' Category

03
Jan
10

wikileaks – das offizielle whistleblower portal

Wikileaks ist der erste öffentliche Geheimdienst. Das Informatiosportal, das Dokuemnte veröffentlicht, die aus einem Informationsleck entspringen. Sprich es veröffentlicht Dokumente, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen sind, an denen die Öffentlichkeit aber großes Interesse hat. In Zahlen gemessen hat sich wikileaks bis Oktober 2009 zu einer zentralen Sammelstelle mit 1,2 Millionen Dokumenten von Regimekritikern und anonymen Quellen entwickelt. Das beinhaltet Informationen über Machtmissbrauch in Firmen, Korruption in Parteien, innere Angelegenheiten des US-Militärs etc. Welche Inhalte zu Wikileaks gelangen, wird nicht von den Betreibern gesteuert, sondern von den Interessen Menschen weltweit, die ihre Dokumente zu den Betreibern schicken. Enstanden ist das online Wissensportsal aus Diskussionen von Menschen auf der ganzen Welt, die ihren Unmut über die heutigen Publikations-Standards, Informations-Politik und Datenschutz zum Ausdruck brachten.
Die Sicherheit der Quellen ist dabei unschlagbar geschützt. Alle Publikationen werden anonym publiziert, es werden keine logfiles oder Statistiken der Nutzer gespeichert, die Dokumente zur Verfügung stellen. Der Dienst ist anonym und unzensierbar. Die Stärke von wikileaks ist der ideelle Gewinn. Niemand profitiert finanziell, weder indem eine Person das Portal unterstützt, noch indem er es korrumpiert. Auch wenn wikileaks den Finanzsektor wie wahrscheinlich keinen anderen beeinträchtigen kann. Denn Informationen sind das, was auch das fragile Sytem der Wirtschaft beinflusst, konkret Aktienkurse.
Großen Bekanntheitsgrad erlangten durch wikileaks bislang die Guantánamo Bay Handbücher, die Plünderung Kenias, die Steuermanöver der Julius Bär Bank, wikileaks verfügt außerdem über die größte Sammlung an Aufzeichnungen der Scientology-Kirche und veröffentlichte 200 alle knapp 13 000 Namen und Adressen der British National Party. Auf dem 26. Chaos Communication Congress in Berlin stellten Ende 2009 Wikileaks-Aktivisten, darunter der Mitbegründer von wikileaks und Programmierer Julian Assange den Plan vor, in Island einen sogenannten “Datenhafen” zu errichten.
Einen sehr hörenswerten Beitrag über wer und was wikileaks ist, um was es dort geht, wie delikat die gehandelten Informationen sind, in welche rechtlichen Rahmenbedingungen wikileaks eingebunden ist und welche Beispiele wikileaks prominent gemacht hat, könnt ihr hier auf chaosradio finden, das den den von fritz radio produzierten beitrag zum direkten download bereitgestellt hat. Direkt zum Portal gehts auf wikileaks.

14
Dec
09

“Wir sind das Hackfleisch in der BOLOGNese”

Vorlesungen auf der Strasse: Studierende des ethnologischen Instituts in Leipzig während einer Protest-Aktion im Rahmen der Demo gegen die Hochschul-Rektoren-Konferenz am 24.11.09

Das Bildungs-System erprobt sich selbst und steht dabei Kopf, die Studierenden verlegen ihre Vorlesungen auf die Strasse, Protest macht sich breit und jeden Tag aufs neue bereit, Forderungen werden lauter, Rektoren und Wissenschaftsministerien der Länder schieben sich die Verantwortung abwechselnd gegenseitig zu oder leiten die Beschwerden gleich an den Bund weiter. Wie unlängst immer wieder in einschlägigen Medien berichtet wurde, ist es der so genannte Akkreditierungsrat, der sich dem Anliegen der geplagten Studierendenschaft jetzt widmet. Was hat es eigentlich mit diesem Akkredietierungsrat auf sich? Wer verbirgt sich dahinter? Woher nimmt er seine Legitimation und was sind seine Aufgaben? Olim Devona schreibt dazu auf dem ethnologischen blog der Uni :

“Das Instrumentarium “Akkreditierungsrat” wurde aus Amerika übernommen, da in diesem Land auch private Körperschaften Universitäten gründen können. Diese wiederum wollen und sollen öffentlich anerkannt werden. Deshalb brauchen sie solch ein Zertifikat, dass ihnen die Räte ausstellen.

In Deutschland jedoch ist Bildung zu 99 Prozent ein staatliches Gut. Hier macht der Staat die Lehrpläne, sichert sie ab durh Kommissionen auf allen Ebenen. Nun wurde eine weitere Ebene eingeführt, die des Akkreditierungsrates. Diesem Rat müssen die Universitäten viel Geld zahlen, um sich von ihm die Studierbarkeit ihrer Studiengänge bestätigen zu lassen.

Damit gibt die Universität stillschweigend ihre Autonomie in der Lehrgestaltung ab und muss auch noch Geld dafür bezahlen. So heisst es dann auch auf der Meinungsseite der gleichen Ausgabe:

Der staatlichen Universalisierung privater Firmenphilosophie ist es zu verdanken, dass die heutigen Unis nach dem Top-down-Prinzip strukturiert sind. Von oben nach unten läuft die Befehlskette mit der simplen Order, austauschbare Module zu Höchstleistungen anzutreiben. Das oberste Oben ist allerdings ein Außen, und dieses Externe ist der Hochschulrat. Dort sitzen in großer Zahl schließlich Wirtschaftsmanager, die ihre Präsidenten platzieren.

Will die Hochschule ihre Autonomie wiedererlangen, so braucht sie eigentlich nicht viel zu tun. Sie müßte nur ihre Zahlungen an den Akkreditierungsrat einstellen und aufhören, sich ihre Studiengänge von ihm bestimmen zu lassen.

Also meine Herren Rektoren, stoppt das sich langsam einschleichende System der politischen Unterwanderung Eurer Studiengänge. Eine Einflußnahme sollte nicht von oben nach unten stattfinden, sondern von unten nach oben. So versteht sich glaube ich die Demokratie.”

24
Jan
09

Douglas – come in and get out

Es gibt blogs, die einen auf Dinge aufmerksam machen, die mensch nach Bewusstseinsmachung am liebsten wieder verdrängen würde. Der Skandalwert, des folgenden Beitrags, den ich bei ami – embedded Blogger im Vorhof der Familienhölle unter “Drogenmissbrauch bei Douglas” gesichtet habe, schreit aber beinahe nach möglichst breiter Bekanntmachung. Seht, staunt, boykottiert und bittet Gott ein bisschen mehr Hirn und weniger Kapital für drogengeschädigte Parfümhersteller regnen zu lassen. Find out @
Douglas TV

19
Oct
08

das trans-yapit festival

It happened for the first time: A turkish-german art festival (see http://trans-yapit.eu). After the Bayram Holidays, from the 30th of September untill the 19th of October international artists (mainly from Germany and Turkey) gathered to express their (street-)art, music, theatre, clownery etc. On a former industrial gaswork complex they created a freakshow that almost resembled in its forms of aesthetics the Burning Man Festival in the Desert of Nevada/USA (see http://www.burningman.com). Bombastic fire-shows, cyberpunk, breakdance, new opera and experimental theatre. Except for the neighbours, everybody who came to see it, young rappers, old veiled women, roma-kids, tourists or local artists, people were amazed. In the next years the trans-yapit festival is supposed to happen each year alternately in Istanbul and Berlin. Here are some pictures I shot during the last weekend of the event:

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Rocky, who is "eating" an arm-long baloon

Psychotronic

Psychotronic


Antagon - theatre from a different world

Antagon - theatre from a different world


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