Archive for the 'radical market news' Category

27
Aug
10

Wer hat Angst vor Google Street View?

Die Widerspruchsfrist gegen Google Street View wurde auf den 15. Oktober verlängert. Wer Einspruch erheben möchte, kann das einmalig bis zum 15.10.10 tun – und zwar unabhängig davon, ob mensch selbst der Eigentümer des Hauses ist oder nur dort wohnt.

Eine knappe Mehrheit in Deutschland möchte die Außenfassade ihrer Häuser nicht in Google Street View sehen. Das berichtete heise online. Mit 66 Prozent ist der Anteil der Frauen, die sich diesbezüglich kritisch äußern, deutlich größer als der der Männer (37 Prozent). Nach einem Bericht der Berliner Zeitung hat Google bereits eine fünfstellige Zahl an Widersprüchen gegen die Veröffentlichung von Häusern bei Street View erhalten. Widerstand, den der amerikanische Journalist Jeff Jarvis nicht versteht. Auf seinem blog buzzmachine schreibt er:

What is it that makes Germans go bonkers about Google? Is it media trying to gain an advantage against their competitor? Is is anti-Americanism? Is it some inner anti-capitalism? I’m serious. I can’t figure them out and I think they should sit down and try to figure themselves out.

In den USA ist Google Street View seit drei Jahren für Nutzer abrufbar. In Deutschland sollte der Dienst bereits im Frühjahr 2009 angeboten werden, doch schnell machte sich Widerstand breit, als die mit Kameras bewappneten Google-Autos durch deutsche Städte fuhren und munter drauf los fotografierten. Als herauskam, dass das Google während der Street-View-Tour “versehentlich” die Daten und Koordinaten von privaten Wlan-Funknetzen aufspürte, platzte einigen der Kragen während andere, wie ein blogger auf netzmensch-design. com, darin eine reine Vorwand-Diskussion sahen:

Die Google-speichert-Wlan-Daten-Problematik war nun wieder Öl für das Feuer der Kritiker, allen voran Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Sie prangert Google an und will eine lückenlose Aufklärung über die Vergehen gegen den Datenschutz – wohlgemerkt schafft es unsere Regierung nicht, den Abmahnwahn zu stoppen, unternimmt nichts gegen 90€ Freeware-Downloadseiten, wollte Internetsperren errichten, will mit ELENA eine Arbeitnehmer Datenbank aufbauen, in der z.B. Fehltage (ursprünglich waren sogar Streiktage eingeplant), Abmahnungen und “mögliches Fehlverhalten” auf unbestimmte Zeit gespeichert werden sollen , … – das zum Thema Datenschutz. Auch ist es diese Regierung, die absolut nichts gegen ACTA – ein geplantes multilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene, welches im Prinzip die Regierungen zu Helfern der Content-Industrie macht – unternimmt. Der ACTA-Regelkatalog wird zudem unter Ausschluss der Öffentlichkeit und des EU Parlaments erstellt. Das muss man sich mal vorstellen: Unternehmen diktieren (einseitig), wie Regierungen gegen sog. “Raubkopierer” vorgehen sollen. Aber gut, ich rege mich schon wieder auf…”

Arbeitnehmer-Datenbanken ja, ACTA-Gespräche hinter verschlossenen Türen, RFID-Chips in Personalausweisen und Pässen. Aber nein zu Google Street View. Wirklich viel Sinn macht das tatsächlich nicht.

Die positiven Stimmen für Google Stree View in der Gesellschaft mehren sich und haben bisweilen, wie Thomas Darnstädt, der in Spiegel online über “Die lächerliche Angst vorm bösen Blick”witzelt, teilweise recht überzeugende Argumente:

Mein Haus, mein Auto, mein Gärtchen: Wenn dies künftig als verfassungsrechtlich geschützter Ausdruck des Menschenwürde gelten soll, tun wir uns keinen Gefallen. Das macht nicht nur den Datenschutz lächerlich, den wir so dringend brauchen, um etwa Leute in die Schranken zu weisen, die unter Verweis auf amerikanische Vorbilder Internet-Pranger für Sexualverbrecher fordern oder Passagiere am Flughafen nacktscannen wollen.

Eine Frage artikuliert sich immer deutlicher: Wollen wir diesselben (Un-)Freiheiten in der virtuellen Parallelwelt wie im “real life”? Wenn es allgemein erlaubt ist im öffentlichen Raum zu fotografieren, warum sollte es Google dann nicht dürfen? “Erst Dienste wie Street View machen den öffentlichen Raum wirklich öffentlich”, findet Mario Sixtus auf dem zdf-blog und denkt, dass es eigentlich gar nicht um Streetview geht, sondern darum, dass sich offliner und onliner um Netzneutralität streiten. Passend dazu schrieb Kai Biermann unlängst in der Zeit online, darüber “Wie ich lernte, Street View zu lieben”:

Ja, ich möchte mich von Staat, Nachbarn und Passanten zurückziehen können und dürfen. Gleichzeitig aber möchte ich, dass es Räume gibt, die jedem zur Verfügung stehen und die niemand einschränken kann und darf. Denn auch das ist Freiheit. Und diese Freiheit soll es bitte auch im Netz geben.

Freiheit, die für Gerd Blank auf stern.de zur reinen Dienstleistung wird. Google Street View helfe schliesslich bei der Wohnungssuche, schreibt er euphorisch. “Und wer einen Kurztrip in eine andere Stadt plant, kann schon einmal am Monitor die geplante Shoppingtour ablaufen.”

In Kürze wird sich das Kurztrippen womöglich erledigen. Dann nämlich, wenn Google Street View seinen Besuchern erlaubt die abgefilmten Läden auch online zu betreten und munter drauf loszukaufen. Wenn der Nutzer überhaupt erst in den Genuss einer Kreditkarte gekommen ist. Denn ob jemand kreditwürdig ist, wird mittlerweile nicht nur daran berechnet, ob mensch zahlungsfähig ist, sondern auch daran, in welcher Wohngegend er/sie wohnt. Das nennt mensch Geo-Scoring. Rechtlich mehr als bedenkliche Verfahren wie diese, scheinen für jemanden wie Blank noch nicht ausreichend ausgeschöpft zu sein, wenn er schreibt: “Künftig könnten Versicherungen, aber auch andere Institutionen einfach mal schauen, in was für einer Wohngegend der Kunde lebt.” Schön, dass Journalisten sich heute immer mehr für das Wohl von “Versicherungen, aber auch anderen Institutionen” interessieren.

Während sich die gesamte Diskussion an Google aufhängt, sollte Beachten sollte mensch jedoch auch beachten, dass es nicht nur böse, amerikanische Firmen an der virtuellen Erfassung unserer materiellen Realität interessiert sind, sondern auch deutsche Firmen schon längst vogelperspektivische Bilder ins Netz stellen. Wer beispielsweise im Telefonbuch registriert ist, dessen Haus wird wahlweise auf einer Karte, aus der Luftansicht oder Vogelperspektive angezeigt . Ein anderes Beispiel ist sightwalk.de, wo mensch bislang Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Stuttgart inklusive seiner unkenntlich gemachten Bewohner bzw. Besucher virtuell erspähen kann. Ebenso auf immonet.de und meinestadt.de. Noch genauere Luftbilder finden sich in den Landesvermessungsämtern der einzelnen Bundesländer. Hier kann mensch die Karten kombinieren und mit den Adressen und der Grundstücksfläche verbinden.

Google wird das toppen. Ob der Internetkonzern seinen Geschäftsslogan “Don’t be evil” noch selber glaubt, oder nicht, bis Ende des Jahres will Google den Panoramadienst Street View mit Aufnahmen von verpixelten Straßen, Häusern und unkenntlich gemachten Menschen aus zunächst 20 deutschen Städten ins Netz stellen. Was dann passiert, prognostiziert ein Nutzer auf einem IT-News-Forum:

Ich denke, der neue Volkssport wird sein, verpixelte Häuser in Street View zu suchen, fotographieren und dann die Bilder mit Geotags auf möglichst viele Plattformen hochzuladen. 1000 mal besser als Geocaching!

Und da Ideen im Netz nicht selten im Sekundentakt ihre Eigentümer wechseln, hat auch diese Idee bereits eine eingetragene Homepage. Bei der Aktion “Verschollene Häuser” fordert der IT-Berater Jens Best Gleichgesinnte dazu auf bei Street View verpixelte Häuser abzufotografieren und – mit Geodaten angereichert – im Netz veröffentlichen. Es gehe ihm dabei “dem Recht auf einen Digitalen Öffentlichen Raum Nachdruck zu verleihen”.

08
Jan
10

Das Keramikmesser unter der Achselhöhle und der Körperscanner

Vor zwei Jahren, als mich ein Freund aus den USA in Deutschland besuchte, fand er nach einer Woche in seiner Reisetasche einen geladenen Revolver. Wie sich herausstellte, hatte sein Vater, von dessen Dachboden er die Tasche genommen hatte, vor etlichen Jahren die geladene Waffe dort versteckt und vergessen. Wie das passieren konnte, ist bis heute unklar geblieben. Noch viel unklarer aber blieb wie mein Freund es schaffte mit einem geladenen Revolver durch die US-amerikanischen und deutschen Sicherheitskontrollen am Flughafen zu gelangen. Ein unlängst veröffentlichter Spiegelbericht könnte endlich Licht ins Dunkel dieser mysteriösen Geschichte bringen. Demzufolge ist es Polizeibeamten gelungen in drei von zehn Selbstversuchen Schusswaffen an manchen Flughäfen durch die bestehenden Sicherheitskontrollen zu schmuggeln.
Diese für die Öffentlichkeit nicht uninteressante Information kam mit politischen Forderungen einer anderen Erscheinung ans Tageslicht: dem Nacktscanner oder – wie er jetzt schöner heisst – Körperscanner, der es jetzt wahrscheinlich doch noch im zweiten Anlauf in die Flughafenhallen schafft. Die 120.000 Euro teuren Durchleuchtungs-Duschkabinen, mit denen noch vor einem knappen Jahr kein Parlamentarier in Brüssel etwas zu tun haben wollte (die tageschau berichtete) sind, nach dem vereitelten Anschlag des Nigerianers Abdul Faruk Abdulmutallab in Detroit am 25.12.09, der 80 Gramm Sprengstoffs an Bord schmuggeln konnte, selbstverständliches Instrument einer widersinnigen Sicherheitspolitik.
Im Oktober 2008 stimmte das Europäische Parlement noch beinahe einstimmig gegen den “Nacktscanner” in Flughäfen, da “der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit” einer demokratischen Gesellschaft bei dem Einsatz des Scanners nicht mehr gewährleistet sei. Was vor 14 Monaten noch menschenunwürdig war, ist heute Garant für ein sicheres Leben? Nein, denn Sicherheit wird heute ethisch unbedenklich hergestellt. Die “ethische” Version des Körperscanners ist bereits in der Mache, sponsored by Bundesforschungsministerium. Der ethische Körperscanner ist dabei eines von insgesamt 95 Projekten, die die Detektion von unterschiedlichen Gefahrstoffen zum Ziel haben. Der “Berliner Morgenpost” erklärte der Innenexperte Wolfgang Bosbach (CDU), was die geplanten Geräte zeigten, nämlich “nicht den Körper des einzelnen Passagiers, sondern ein Piktogramm. Und nur im Falle eines Treffers wird dann die Körperstelle angezeigt, an der sich beispielsweise ein in der Achselhöhle verstecktes Keramikmesser befindet.” Ob Zahnstocher, die man sich unter die Zunge legt, auch erkannt werden, bleibt weiterhin ungeklärt.

Es bleiben noch mehr Fragen offen: Wenn Waffen ungehindert durch Metalldedektoren und den abtastenden Händen des Sicherheitspersonal kommen, was sollen dann neue Geräte bewirken? Zumindest nicht weniger Arbeit. Wie Bundespolizei-Sprecherin Nicole Ramrath dem Magazin “Focus” berichtete seien allein am Frankfurter Flughafen von Januar bis November 2009 mehr als 64.000 als gefährlich eingestufte Objekte beschlagnahmt worden. Darunter seien auch 726 Gewehre und Pistolen gewesen.
Nichtsdestotrotz oder vielleicht deswegen sprachen sich einer repräsentativen Umfrage des stern zufolge 63 Prozent der 1006 Befragten dafür aus, dass Reisende vor allen Flügen mit den Scannern kontrolliert werden. 31 Prozent waren dagegen, 6 Prozent antworteten mit “weiß nicht”. Vor allem unter den Ostdeutschen treffen die Geräte auf Zustimmung: 72 Prozent von ihnen stimmten für den Einsatz – verglichen mit 61 Prozent im Westen. Unter den einzelnen Parteien stossen die Körperscanner bei Anhängern von CDU/CSU mit 73% Zustimmung auf den geringsten Widerstand. Nach dem Motto Metalldetektoren und Hände sind gut, Scanner sind besser. Auch wenn es seit 9/11 weltweit zu keinem einzigen Anschlag auf ein Passagierflugzeug mehr kam. Lediglich drei Anschläge mussten verhindert werden: 2001 der “Schuhbomber” Reid, 2006 in London der Versuch, Flüssigsprengstoff in mehrere Flugzeuge zu schmuggeln, sowie der jüngste vereitelte Sprengstoffanschlag.

Im Schlagloch der taz vom 6.1.10 mit dem wunderschönen Titel “Alles is durchleuchtet”, erklärt Ilija Trojanow, warum der Fall von Abdul Faruk Abdulmutallab vieles beweise aber nicht weshalb wir ein weiteres Kontroll-Instrument benötigen, welches die Bürger gesundheitlich schädige und demütige. “Zwar wissen wir momentan nicht, ob der 23-jährige Nigerianer Abdul Faruk Abdulmutallab den Sprengstoff in einen Kondom gestopft, in seiner Unterwäsche eingenäht oder an seinen Beinen versteckt hat (so die verschiedenen Erklärungen des Tathergangs). Aber wir wissen, dass am 19. November 2009 sein Vater, ein wohlhabender Bankier, persönlich die US-amerikanische Botschaft in Abuja vor seinem Sohn warnte, der zunehmend extremistische Positionen vertrete und sie wohl bald in die Tat umsetzen werde. Das ist der feuchte Traum eines jeden Sicherheitsbeamten. Er muss niemanden verhören, entführen, foltern oder einsperren. Diese Information sinnvoll zu verwenden wäre jeder Bürgerwehr gelungen. Dazu wären keine sündhaft teuren Sicherheitsorgane notwendig, die unsere Bürgerrechte seit Jahren immer stärker einschränken.”

Diese Notwendigkeit sieht Ben Wallace, konservativer Abgeordneter im britischen Unterhaus und ehemaliger Berater des Rüstungunternehmens QinetiQ, das an der Entwicklung der Terahertz-Technik beteiligt war und entsprechende Scanner herstellt, auch nicht. Allerdings aus rein pragmatischen Gründen. Die Scanner, sagt Wallace, seien ideal, um selbst aus größerer Entfernung Schusswaffen, Messer und sogar feinste Metallsplitter zu erkennen. Selbst schwerer Plastiksprengstoff wie C4 würde von den Geräten nachgewiesen. Nicht aber Materialien geringer Dichte, pulverförmige Substanzen, Flüssigkeiten – Materialien eben wie das Sprengstoffmaterial des jüngsten, gescheiterten Attentäters. Den idealen Apparat gebe es nicht. Kein Grund zu versagen, meint Wallace, der schon einen Schritt weiter denkt. Denn wenn es den Apparat nicht gibt, müsse man eben eine Schritt früher mit der Kontrolle anfangen: “Wir müssen uns fragen, ob eine solche Frage der nationalen Sicherheit nicht danach verlangt, die Passagiere nach bestimmten Fahndungsprofilen zu sieben.” Psychologische Täterprofile heisst also die nächste öffentliche Debatte. Wenn ihr nicht die Kontroverse um ein neues, “ethisches” Lügendetektoren-Modell zuvor kommt.

Das beste Argument für die Dummy-Maschine lieferte Nina Rogg vor wenigen Tagen in einer taz-Kolumne mit dem Titel “Nebensachen aus Bagdhad”. Sie stelle sich in der Green Zone, in der sie sich auf weniger als einem halben Kilometer mehr als 16 Leibesvisitationen unterziehen muss, gerne in einen Körperscanner. Den interessieren wenigstens nicht die weiblichen Intimzonen, sondern tatsächlich nur Sprengstoff und Waffen. Nachdem allerdings kürzlich selbst auf der Damentoilette des irakischen Parlament ein Sprengsatz gefunden wurde, forderte eine fromme Abgeordnete, die sich bis dahin selbst immer für den Scanner ausgesprochen hatte, den Einsatz von Spürhunden. Hundenasen, so ihr einleuchtendes Argument, liessen sich nur selten täuschen und seien unbestechlich.

03
Jan
10

wikileaks – das offizielle whistleblower portal

Wikileaks ist der erste öffentliche Geheimdienst. Das Informatiosportal, das Dokuemnte veröffentlicht, die aus einem Informationsleck entspringen. Sprich es veröffentlicht Dokumente, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit vorgesehen sind, an denen die Öffentlichkeit aber großes Interesse hat. In Zahlen gemessen hat sich wikileaks bis Oktober 2009 zu einer zentralen Sammelstelle mit 1,2 Millionen Dokumenten von Regimekritikern und anonymen Quellen entwickelt. Das beinhaltet Informationen über Machtmissbrauch in Firmen, Korruption in Parteien, innere Angelegenheiten des US-Militärs etc. Welche Inhalte zu Wikileaks gelangen, wird nicht von den Betreibern gesteuert, sondern von den Interessen Menschen weltweit, die ihre Dokumente zu den Betreibern schicken. Enstanden ist das online Wissensportsal aus Diskussionen von Menschen auf der ganzen Welt, die ihren Unmut über die heutigen Publikations-Standards, Informations-Politik und Datenschutz zum Ausdruck brachten.
Die Sicherheit der Quellen ist dabei unschlagbar geschützt. Alle Publikationen werden anonym publiziert, es werden keine logfiles oder Statistiken der Nutzer gespeichert, die Dokumente zur Verfügung stellen. Der Dienst ist anonym und unzensierbar. Die Stärke von wikileaks ist der ideelle Gewinn. Niemand profitiert finanziell, weder indem eine Person das Portal unterstützt, noch indem er es korrumpiert. Auch wenn wikileaks den Finanzsektor wie wahrscheinlich keinen anderen beeinträchtigen kann. Denn Informationen sind das, was auch das fragile Sytem der Wirtschaft beinflusst, konkret Aktienkurse.
Großen Bekanntheitsgrad erlangten durch wikileaks bislang die Guantánamo Bay Handbücher, die Plünderung Kenias, die Steuermanöver der Julius Bär Bank, wikileaks verfügt außerdem über die größte Sammlung an Aufzeichnungen der Scientology-Kirche und veröffentlichte 200 alle knapp 13 000 Namen und Adressen der British National Party. Auf dem 26. Chaos Communication Congress in Berlin stellten Ende 2009 Wikileaks-Aktivisten, darunter der Mitbegründer von wikileaks und Programmierer Julian Assange den Plan vor, in Island einen sogenannten “Datenhafen” zu errichten.
Einen sehr hörenswerten Beitrag über wer und was wikileaks ist, um was es dort geht, wie delikat die gehandelten Informationen sind, in welche rechtlichen Rahmenbedingungen wikileaks eingebunden ist und welche Beispiele wikileaks prominent gemacht hat, könnt ihr hier auf chaosradio finden, das den den von fritz radio produzierten beitrag zum direkten download bereitgestellt hat. Direkt zum Portal gehts auf wikileaks.

02
Jan
10

Hello Kitty – Products of a Horror Show

After I recently reported about the new Hello Kitty fragrance for babies that was promoted by Douglas TV, here some more unbelievables about the succesful trademark that might soon come up with its own church soon. Let the show begin:


At the world’s first Hello Kitty-themed maternity hospital in Yuanlin, Taiwan, patients will be bombarded with images of the mouthless cat stamped onto everything from nurses to birth certificates. The Huasheng clinic was built in 2006 with a capacity of 30 beds, and its Kitty theme has been officially approved by Sanrio. Hospital director Tsai Tsung-chi told Reuters his reasoning behind this madness: “I wish that everyone who comes here, mothers who suffer while giving birth and children who suffer from an illness, can get medical care while seeing these kitties and bring a smile to their faces, helping forget about discomfort and recover faster.”
See more @ tokyomango. As Emily Co writes there, recovering probably means not only swallowing pain killers but to “relieve themselves with the hallucinatory effects elicited from Hello Kitty overload”. I personally hope women keep on delivering babies there not Hello Kitties.


I guess the Hello Kitty hospital in Taiwan could use this too. In case they have to explain to Hello Kitty sensibilized parents what will happen to the organs of their babies if they do not start to rescue them from this lovely institution soon. Even if you have never cared less, now you know that Hello Kitties do not only have organs but their organs have even eyes and mouth etc. Hopefully this is not going to be used for anatomy lessons in high schools. (via thatgirlsite)


If the baby gets out of the Hello Kitty hospital, Hello Kitty sensibilized parents as well take care that their child is going to be educated in basic IT knowlege by this brilliant Hello Kitty-branded PC recently released by Korean PC maker Moneual. (via crunchgear)


Later in life the Hello Kitty faux-iPod encrusted with Swarovski crystals for around 150$ might be suitable to keep on belonging to the Hello Kitty sphere that has been found on news on japan.


While somehow handling the arty faux-iPod, you can get more Hello Kitty credits on your Hello Kitty Karma account if you also apply the nail art from the Tokyo Nail Expo. (via jezebel)


And believe it or not, you can even save the world with Hello Kitty that has now even been adopted by environmental activsts for charging solar energy. (via product page in Japanese)


The neverending possibilities of Hello Kitty marketing that tries to reach every impossible target groups. On gizmodiva, a site that provides information about recently invented cultural products from Japan, the Hello Kitty beer is advertised like that: “You know that you can never get the men in your life to appreciate Hello Kitty and you have probably given up on these efforts that are bound to be futile. But here comes the Hello Kitty Beer. We know that there isn’t a better way to make your way into a man’s heart than through his beer mug and this pretty kitty seems to know that. It’s Becks beer that has gone down this cute path and provided us with Hello Kitty Beer.” God safe the brain and your liver!


The ones who have sucessfully been converted do not hesitate any longer to stand not only behind but inside a Hello Kitty biker outfit. But where is his Hello Kitty cruising robot ehm motorbike?


However, the game stopped to be funny here. Since what you see here is not cute, fake and innocent any longer but a real gun. The customized insanity is the topic of a CNN video on youtube. Pink, the new deadly colour?


The exclusive Hello Kitty war show must go on: This Hello Kitty Stormtrooper fig-mod was spotted at this year’s ComicCon. The enmies of this cutiedudie probably die of ultra-cute&dumb attacks.
Via boingboing


From now on you will see the world with different eyes………Hello Kitty might even safe your poor soul, not only in this life……

31
Dec
09

Good Sleeping Walking

When I was a child I never wanted to understand how you can NOT walk in a sleeping bag. There it is, finally. On the link of the post I found this new walking couture, the author writes “Masturbating in public has never been easier!” He or she assumes the “ridiculous consumer product from the States” has been transformed through “several layers of insanity”. However, it’s warm. Might be good for homeless people who need to change places every now and then….I doubt they can afford it though.

13
Dec
09

the aesthetics of consumerism

081309_rg_tvtub_02

This TV tub that is advertised on unpluggd.com is part of the Karim Rashid Collection for Saturn Bath Company of Korea. On the website the author tries to make a point concerning the boundaries of relaxing: “Bathtubs are often underrated as a way of relieving stress. They’re also great for relieving sore muscles after a long workout. We know that not all of you can just soak and relax. Some of us need a book, a movie, or something else.” Relaxing needs consumption. Relaxing needs luxury. Welcome in late capitalism insanity:

Imagine some sparkling hot water a chrome plated water tub is pouring over your spine after a long fast-paced day. Imagine your skin becoming one with the aerodynamic delicately designed curves of the bathtub that is made of liquid acrylic resin. Imagine your eyes resting on the soothing pictures of a relaxing movie. Imagine you don’t have to imagine any longer.

23
Nov
09

student of marijuana studies

Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Marihuana_en_sem%C3%A1foro.jpg
“Pasted to the wall is a chart of the labyrinth of marijuana species, their effect on different diseases and their particular tastes. The horticulturist explains that there’s money to be made from the trade in medicinal marijuana but growers must tailor the plant to the customer’s need. ‘There’s pot that makes you not shut up for five hours. There’s pot where you sit on the couch and drool for five hours. That’s not what you need if you’re going to hold down a job. There’s thousands of people getting patient cards and they all have needs. If you can work out how to meet those individual needs you’re gonna get rich,’ he says.”
This is how a reporter of the Guardian magazine describes the new cannabis college, recently opened with courses on how to grow marijuana – and harvest, cook and sell it too – in Michigan, after the US state legalised the drug as a medicine.
The path was carved by California, where permission to buy marijuana requires little more than telling a sympathetic doctor it would make you feel better. Attitudes are changing in Washington too, where the Obama administration has told the FBI and other federal agencies to adhere to state marijuana laws in deciding who to arrest.
Recently the first coffee shop opened in Portland, Oregon that is the first cafe in the US that gives away certified medical marijuana users a place to obtain the drug and smoke it.




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